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Eine musikalische Zeitreise
Orchesterkonzerte des Orchesters der Kirchenbezirke Esslingen und Göppingen haben nun schon seit 2005 Tradition. Von den Anfängen als Dankeschön an die Familienmitglieder und Freunde konnten dank der Begeisterung und Einsatzbereitschaft der Spielerinnen und Spieler und der großen Unterstützung des stetig wachsenden Publikums in 2007 „zum Neuen Jahr“ und 2008 zu den Feiertagen zum Totengedenken im November erneut Orchesterkonzerte in Esslingen und Göppingen geplant und durchgeführt werden.
Am 17. Juli 2010 war es dann endlich einmal wieder soweit. Das Orchester lud – gemeinsam mit einem vokalen Männer-Doppelquartett aus dem Kirchenbezirk Esslingen – zu einer musikalischen Zeitreise in die Stadthalle Plochingen ein.
Das Wetter meinte es gut mit den aktiven Musikern und den interessierten Gästen und legte eine wohltuende Hitzepause ein.
Aus den Reihen der Spieler wurde das Konzert humorvoll und informativ moderiert.
Orchester, Doppelquartett und Solisten wechselten sich in den Beiträgen ab. Wie bereits in den Konzerten der letzten Jahre trugen auch die Spielerinnen und Spieler des Orchesters als Chor einige Stücke vor.
Die musikalische Zeitreise begann mit Marc-Antoine Charpentiers „Prelude“ – besser bekannt als Eurovisions-Fanfare“. Zeitlich gesehen gehörte Charpentier fast schon ins Barock, so dass mit dem folgenden Stück, der Mantouana von Lodovico Viadana ein kurzer Exkurs zurück in die Renaissance führte um gleich darauf mit Vivaldi, Bach, Händel und Mozart die heute bekanntesten Komponisten aus Barock und Klassik mit etwas weniger bekannten Stücken den Zuhörern vorzustellen. Mit großer Begeisterung, Stimmsicherheit und musikalischer Ausdruckskraft wagten sich die Solistin Maren Scheck und das Männer-Doppelquartett auch an temporeiche, virtuose Arien und wurden dabei von Andreas Gaiser am Flügel perfekt unterstützt.
Aus der Romantik erklang Engelbert Humperdincks Abendsegen aus seiner Oper Hänsel und Gretel. Das Orchester begleitete dabei die beiden Solistinnen Maren Scheck und Anja Elsässer in harmonischer Weise, nie aufdringlich aber immer präsent.
Passend zum inhaltlichen Thema der vorgetragenen Stücke und der musikalischen Stilrichtung standen auf dem Programm auch Stücke aus dem neuapostolischen Liedrepertoire.
Mit Modest Mussorgskys Bilder einer Ausstellung öffnete sich die Tür zur Moderne. Als grandioser Höhepunkt des Konzerts erklang aus dem Film The Mission die sehr bekannte Melodie Gabriels Oboe. Solisten und Orchester gaben noch einmal alles und beeindruckten die Zuhörer mit einer im wahrsten Sinne des Wortes filmreifen Vorstellung.
Bischof Eberhard Koch zeigte sich in einer kurzen Schlussrede von der Leistung der Akteure sehr beeindruckt und bedankte sich für den bunten Melodienstrauß.
Einem Spendenaufruf zum Kauf einer eigenen Pauke kamen die begeisterten Besucher gerne nach. Dafür erhielten sie auch als kleines Dankeschön aus dem Blumenschmuck der Bühnendekoration „einen Strauß“ mit nach Hause.
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