| Orchester Esslingen Göppingen |
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Historie des Bezirksorchesters Esslingen/GöppingenOrchester des Bezirks Esslingen (1984 - 1997) Am 8. Januar 1984 hielt Bezirksapostel Karl Kühnle in der Neuapostolischen Kirche in Nürtingen einen Jugendgottesdienst für die Ältestenbezirke Nürtingen, Reutlingen, Kirchheim und Esslingen. Im Vorfeld dieses Gottesdienstes waren überall in den Gemeinden Geschwister gesucht worden, die ein Orchesterinstrument spielen. Lediglich im Bezirk Reutlingen existierte zu diesem Zeitpunkt bereits seit etwa einem Jahr ein Bezirksorchester. Viele Geschwister aus den Bezirken Nürtingen, Kirchheim und Esslingen hatten sich daraufhin gemeldet und gemeinsam mit dem bestehenden Reutlinger Bezirksorchester für diesen speziellen Anlass geprobt. In diesem Gottesdienst dirigierte der Reutlinger Orchesterdirigent Martin Herold. Im Rahmen dieses Jugendgottesdienstes gründete Bezirksapostel Kühnle offiziell das Orchester der Bezirke Nürtingen, Kirchheim und Esslingen und stellte dieses unter die Leitung von Priester Hans Wahl aus dem Bezirk Nürtingen. Als Vizedirigenten wurde ihm Diakon Karl-Otto Schöllkopf aus dem Bezirk Esslingen, der heutige Bezirksevangelist, zur Seite gestellt. Als Motto für die Orchesterarbeit zitierte der Bezirksapostel ein Gedicht von Marie von Ebner-Eschenbach:
Ein kleines Lied! Wie geht´s nur an,
Karl-Otto Schöllkopf war ein vorbildlicher Vizedirigent, wie man das selten findet. Er war da zum Aufstellen der
Stühle und beim Aufräumen nach der Probe. Während der Orchesterprobe saß er mit gezücktem Bleistift in einer Kirchenbank
und verfolgte die Noten. Wenngleich er selbst nicht mitspielte und wenig dirigierte, trug er alle Angaben zu Dynamik,
Instrumentierung und Ähnliches ein, so dass er im Notfall ohne Probleme jedes Musikstück hätte dirigieren können.
1989 wurde das Orchester Nürtingen/Kirchheim/Esslingen aufgeteilt und Karl-Otto Schöllkopf übernahm die Leitung des Orchesters Esslingen. Im Jahr 1994 verlor das Orchester Esslingen diesen Dirigenten, der sich der Dirigentenaufgabe mit Hingabe und Begeisterung gewidmet hatte, weil Karl-Otto Schöllkopf zwischenzeitlich das Bezirksevangelistenamt empfangen hatte und ihm damit anderweitige Aufgaben übertragen worden waren. Dennoch fühlt er sich auch heute noch mit dem Orchester besonders verbunden und die Spielerinnen und Spieler freuen sich, wenn er hin und wieder mal bei einer Probe vorbeischaut.
Am 15. Oktober 1994 wurde die Leitung des Orchesters Esslingen Diakon Uwe Gebert übertragen, der schon seit
einigen Jahren als Vizedirigent tätig gewesen war. Ihn zeichnete sein vielfältiges Hintergrundwissen aus. Zu vielen
Musikstücken konnte er über deren Entstehung, die Lebensverhältnisse der jeweiligen Komponisten und die damalige Zeit
berichten. Besonderen Wert legte Uwe Gebert auf körperliche und geistige Entspannung. Ab und zu begann er die Proben
mit Gymnastikübungen oder legte zwischendurch kleine Pausen für Entspannungs- und Atemübungen ein, wodurch die Probenarbeit
aufgelockert wurde.
Orchester des Bezirks Göppingen (1984 - 1997) Das Orchester des Ältestenbezirks Göppingen wurde ebenfalls im Jahr 1984 auf Anregung von Apostel Helmut Keck gegründet. Alle Geschwister, die ein Instrument besaßen, waren aufgerufen mitzuspielen. Priester Werner Hinderer formte mit großer Hingabe die Spielerinnen und Spieler zu einem Klangkörper. Erlaubt waren damals nur Lieder aus der Chormappe und dem Gesangbuch, und es war nicht immer einfach, diese mit der vorhandenen Besetzung ansprechend zu gestalten. 1988 ergab sich für das Orchester Göppingen erstmals die Möglichkeit, anlässlich des Jugendtages in einem großen Orchester des Apostelbezirks Ulm mitzuwirken. In der Folge übernahm Diakon Gerald Müller die Leitung des Orchesters Göppingen. In ihm hatten die Spielerinnen und Spieler nicht nur einen jungen und dynamischen Dirigenten, sondern zudem auch einen, der diese Aufgabe mit viel Engagement erfüllte. Im Jahr 1990 erfolgte eine Strukturreform der Arbeitsbereiche in Süddeutschland, die zur Gründung des Apostelbezirks Nürtingen führte. Die nunmehr doch recht dezimierte Spielergruppe beschloss, sich vorerst dem von Priester Hans Wahl aus Nürtingen geleiteten Orchester anzuschließen. 1993 erhielt der Bezirk Göppingen mit dem Zuzug von Priester Peter Cammerer erstmalig einen Profi in Sachen Musik. Das Orchester Göppingen beschloss mit ihm einen Neuanfang zu wagen. Schon im Frühjahr 1994 konnte Peter Cammerer diese Aufgabe nicht mehr erfüllen, doch selbst in dieser kurzen Zeit hatte das Orchester Göppingen richtige Orchesterarbeit kennen gelernt. Elisabeth Weißenberger konnte die begonnene Arbeit auf solider Grundlage und unterstützt von Renate Strödecke weiterführen. Das Orchester wirkte nun auch regelmäßig, zusammen mit dem zeitgleich gegründeten Kinderchor, bei den zwei Mal pro Jahr stattfindenden musikalischen Veranstaltungen des Bezirks mit. Bezirksorchester Esslingen/Göppingen (ab 1997) Aufgrund von Wegzügen, beruflicher oder familiärer Beanspruchung oder auch krankheitshalber schieden mehrere Mitspieler sowohl im Orchester des Bezirks Esslingen als auch in dem des Bezirks Göppingen aus. Neue Orchesterspieler wuchsen nicht nach, so dass beide Orchester deutlich geschrumpft waren und die Besetzung recht einseitig geworden war. In Folge dieser Umstände wurden die beiden bislang selbstständigen Orchester der Bezirke Esslingen und Göppingen auf Anregung von Bischof Eberhard Koch 1997 zum "Bezirksorchester Esslingen/Göppingen" vereint und dessen Leitung Uwe Gebert übertragen.
Nach dem Wegzug von Uwe Gebert im Sommer 1999 übernahm Priester Ewald Alber, der bisher als Bassist mitspielte,
am 1. September 1999 die Leitung des Bezirksorchesters Esslingen/Göppingen. Ihm waren die verschiedenen Instrumente
aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit vertraut. Immer wieder ermahnte er: "Liebt euer Instrument!". Ein besonderes
Anliegen waren ihm das "Betriebsklima" und die Gemeinschaft innerhalb des Orchesters. Er zeigte für alle Spieler
Verständnis und pflegte mit jedem einzelnen einen persönlichen Kontakt. Unter seiner Leitung wuchsen die ehemals
getrennten Spielerinnen und Spieler der Bezirke Esslingen und Göppingen immer mehr zusammen. Das Orchester wuchs sichtbar.
Nach einer plötzlichen Erkrankung des Dirigenten Ewald Alber übernahm der seitherige Violinist Tobias Reiser nach der Sommerpause im Jahr 2001 kurzfristig die Aufgabe des Dirigenten. Bereits zu diesem Zeitpunkt war absehbar, dass er diese Aufgabe nicht dauerhaft übernehmen konnte, da er wenig später in den Bezirk Kirchheim verzog. Tobias Reiser wurde durch den Posaunisten Siegfried Hoss in der Probenarbeit für die anstehenden Konzerte tatkräftig unterstützt. Im Januar 2002 war Ewald Alber gesundheitlich wieder so weit hergestellt, dass er die Leitung des Orchesters wieder aufnehmen konnte. Zu seiner Entlastung wurde er ab Mai 2003 durch drei Vizedirigenten, Isabell Schäfer und Diakon Rainer Schlotterer aus dem Bezirk Esslingen, sowie Priester Jochen Schüle aus dem Bezirk Göppingen unterstützt. Bereits im Laufe des Jahres 2004 zeichnete sich ab, dass Ewald Alber vor dem Hintergrund seiner gesundheitlichen Situation und seiner beruflichen Beanspruchung die Leitung des Orchesters abgeben wird.
Am 11. Februar 2005 wurde Priester Ewald Alber von seiner Aufgabe als Orchesterdirigent entlastet und der bisherige
Vizedirigent, Priester Jochen Schüle aus der Gemeinde Süßen (Bezirk Göppingen), mit der Leitung des Bezirksorchesters
Esslingen/Göppingen betraut. Ihm zur Seite wurden die beiden Vizedirigenten Isabell Schäfer und Rainer Schlotterer
gestellt. Am 12. Dezember 2008 schied Rainer Schlotterer als Vizedirigent aus, bleibt dem Orchester jedoch auch
weiterhin als Trompeter erhalten. Seit Mai 2009 unterstützt Alexander Schmid, der bisher schon als Oboist im Bezirksorchester
mitgespielt hat, als Vizedirigent in der Orchesterarbeit.
Auf Wunsch des Dirigenten Jochen Schüle übergab dieser am 21.05.2010 die Leitung des Bezirksorchesters Esslingen/Göppingen an Tim Preukschat aus der Gemeinde Berkheim (Bezirk Esslingen), der schon mehrere Jahre Konzertmeister des Orchesters war. Jochen Schüle, der schon immer die Meinung vertreten hatte, dass ein Wechsel des Dirigenten nach rund fünf bis sieben Jahren Probenarbeit befruchtend wirkt, konnte damit einerseits dieser Auffassung gerecht werden und zudem sich künftig auch wieder vermehrt seinen anderweitigen kirchlichen Aufgaben widmen, was ihm ebenfalls ein großes Anliegen war. Mit dem erst 23-jährigen Tim Preukschat wurde nicht nur ein Generationenwechsel in der kirchenmusikalischen Arbeit vollzogen, sondern das Orchester erhielt mit Tim Preukschat auch einen fachlich äusserst kompetenten Dirigenten. Bis heute steht das Bezirksorchester Esslingen/Göppingen unter der Leitung von Tim Preukschat, der von den Vizedirigenten Isabell Schäfer und Alexander Schmid tatkräftig unterstützt wird. |